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Batterie-Spar-Schaltung
für den Skysurfer III
und andere Leuchtpunktsucher

In meiner Beschreibung zum Skysurfer III erwähnte ich bereits, daß man bei der Benutzung eines Leuchtpunktsuchers leicht vergisst, das Gerät wieder auszuschalten. Mit einer einfachen Pufferschaltung aus einem Kondensator, einem Taster und einer Knopfzellenhalterung konnte ich dieses Problem aber auf ganz einfache Weise beseitigen.


Der Umbau passt ganz gut an den Skysurfer III

Die nötigen Bauteile fanden sich bei mir in der Wühlkiste. Ein elektrolyt Kondensator (Elko) mit 4700µF bis 6V, ein Taster und eine Knopfzellenhalterung. Die Idee ist recht simpel. Der Leuchtpunktsucher erhält als Stromquelle nicht mehr die Knopfzelle, sondern den Kondensator. Dieser wird kurzfristig über den Taster aufgeladen und liefert dann für eine kurze Zeit den Strom für den Sucher. Dadurch kann der Sucher die ganze Zeit über eingeschaltet bleiben, denn der Stromfluss von der Knopfzelle ist durch den Taster unterbrochen.
Drückt man den Taster, so wird der Elko in Sekundenbruchteilen aufgeladen. Lässt man den Taster los, so versorgt er die LED des Leuchtpunktsuchers für  bis zu 35 Sekunden mit Strom. Ich betreibe den Skysurfer in der Einstellung mit schwächster Leuchtkraft - und empfinde dies als noch zu hell. In dieser Einstellung leuchtet der Sucher ca 10 Sekunden ohne merklichen Helligkeitsverlust. Dann wird der Punkt zunehmend schwächer (was durchaus angenehm ist). Erst nach ca. 30 Sekunden wird es in einem indirekt beleuchteten Raum schwierig, den Punkt zu erkennen. Dabei ist zu bemerken, daß ich den Elko aus irgendeinem alten Gerät ausgelötet habe, so daß er möglicherweise nicht mehr die volle Kapazität erreicht.
Wem 30 Sekunden zu wenig sind, oder wer mehr Leuchtkraft nutzen möchte, der kann einen Elko mit höherer Kapazität verwenden, oder auch zwei Elkos parallel schalten (die Kapazität addiert sich). Eine Grenze setzt hier nur die Baugrösse des Elkos. Elkos mit geringerer Spannungstoleranz sind im allgemeinen kleiner. Der von mir gewählte hält 6V aus.


Grobes Schaltbild

Die Schaltung ist recht einfach herzustellen. Eigentlich kann sich auch ein Anfänger daran wagen. Zu beachten ist nur, daß der Elko auch wirklich mit dem durch das dicke “Minus” bzw. durch den Streifen gekennzeichneten Pin an Minus (-) der Knopfzelle angeschlossen wird. Ein verpolter Elko kann schonmal ganz schön knallen, besonders wenn eine Restladung drin war...
Die Federbleche der Batteriehalterung am Skysurfer liegen bei meinem Exemplar nicht aufeinander auf, wenn die Batterie entfernt wurde. Trotzdem sollte man daran denken, hier zum Schutz vor einem Kurzschluss z.B. etwas Tesafilm zur Isolation einzukleben.
Die einzelnen Bauteile habe ich schliesslich mit der Heissklebepistole am Skysurfer bzw. aneinander befestigt. Allerdings habe ich noch etwas Zweifel, ob diese Klebung von Dauer sein wird. Wenn nicht, muß eben ein passender Klebstoff her.

Auf diese Weise nun kann man getrost das Ausschalten des Skysurfer vergessen. Auch das abfallen der Helligkeit nach einigen Sekunden empfinde ich als angenehm, denn bei voller Batterie war der Leuchtpunkt selbst in schwächster Stellung deutlich kräftiger, als Jupiter. Wer auf das Dauerlicht nicht verzichten möchte, müsste sich aber parallel zum Taster einen ordentlichen Kippschalter einbauen.

Batterieschonende Kondensator-Ladung nach Silvio Hertli


Herzlichen Dank an Silvio für diesen Gedanken

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