Far Out - meine Astronomie-Homepage

Astro-Equipment

Mit den Jahren hat sich einiges Equipment angesammelt. Vieles ist neu, und manches alte Stück wird aufgehoben, weil es seinen festen Platz hat.

Hier gibt es eine Übersicht über meine
Teleskope, Okulare, Filter und sonstiges Zubehör.

 

Wie kommt man denn bloß auf ausgerechnet dieses Hobby?

Mein “astronomischer Werdegang”

- Nachts ist es kalt
- Gutes Wetter ist sowieso nur selten
- Was hat man schon davon, irgendwelche leuchtenden Pünktchen zu sehen?
- Aha, 3 Millionen Lichtjahre - und?

So, oder so ähnlich höre ich das öfters. Hier aber mein “astronomischer Werdegang”.

Angefangen hat alles in klaren Winternächten, als ich so etwa 4 Jahre alt war. Mein Kinderzimmer hatte ein Fenster nach Norden, und der Große Wagen war von dort aus immer zu sehen. Damals war ich ein echter Frühaufsteher - noch bevor in der Firma gegenüber um 6 Uhr die Lampen angingen, stand ich schon am Fenster und schaute nach dem Morgenstern...
Erste astronomische “Gehversuche” machte ich mit der YPS-Sternscheibe. Kurz darauf erforschte ich mit dem Feldstecher den Mond. Einige Bücher sammelten sich an und ermöglichten erste Fotos mit Normalobjektiv und stehender Kamera. Ein erstes selbstgeschriebenes Astronomieprogramm entstand auf meinem Plus4. Schließlich, 1988 fand ich zur Volkssternwarte Ennepetal.
In den nächsten Jahren erforschte ich beinah draufgängerisch die Möglichkeiten des dortigen 12 Zoll Newton/Cassegrain. Ein Highlight waren Fotos mit einem selbstgewickelten “Gitterspektrografen”.
Das erste eigene Fernrohr wurde um 1993 das “Tchiboscope”, ein kleiner 60mm Refraktor. Welch ein Kontrast zum bisher gewohnten 12 Zoll Reflektor.
Größere Rohre mussten her. Zunächst ein 76mm Spiegel, dann ein 114mm Spiegel. Der 114er war auch der Einstieg in die Klasse der “vernünftigen” Teleskope. Im Jahr 2000 folgte dann endlich mein 8 Zoll Newton, ein 90mm F/11 Refraktor und eine 100mm Russentonne.
Was für mich und meinen amateurastronomischen Werdegang eigentlich immer eine feste Grösse war, hat sich in den letzten Jahren eher als Last erwiesen. Meine Mitgliedschaft bei der Volkssternwarte Ennepetal endet. 2 Jahre intensiven Kampfes für die astronomischen Tätigkeiten an der Sternwarte und die dringend fällige Erneuerung bzw. Reperatur des Teleskops haben sich als nutzlos erwiesen.
Mitte 2001 bemühte ich mich nun mit einigen anderen Sternfreunden, um die Einrichtung einer kleinen Beobachtungsstation nahe Halver. Leider ist das Projekt letztendlich, auch wegen der Entfernung, gescheitert.

Über all die Jahre ist mir die Astrofotografie immer am liebsten gewesen. Schon kurz nach dem Einstieg bei der Sternwarte freute ich mich über die ersten Erfolge an Mars und Jupiter. Dementsprechend ist auch meine Ausrüstung ausgelegt: Der 8 Zoll Newton ist der fotografisch optimierte R200SS und gut transportabel auf einer robusten Losmandy GM-8 Montierung untergebracht. Meine Vorliebe für Fotografie geht sogar so weit, daß ich einen Dobson für “verschwendete Optik” halte. Ich habe mich allerdings auch noch nie geweigert, durchzuschauen...
Prinzipiell bin ich eher ein Freund von Spiegeloptiken. Eigentlich nur wegen des Preises. Bis jetzt jedenfalls musste noch jeder Apo hinter einem ordentlich geschliffenem Spiegel zum gleichen Preis zurückstecken. Seit Anschaffung des 90er Refraktors verstehe ich allerdings die Freude der Refraktorianer an ihrem Gerät.

Der Standort Ruhrgebiet mag ja für Industrie und Forschung noch zu retten sein, für Astronomie allerdings bestimmt nicht. Ich lach mich tot, weil Bochum die Skybeamer verboten hat, denn aus Dortmund und Oberhausen, ja selbst Essen leuchten noch genügend dieser Dinger auch bis Bochum `rüber. Vielmehr sollte man sich mal fragen, warum nächtlich beleuchtete Firmengelände keinen Infrarotschalter haben! Was da an Kilowatts verballert wird ist auch für Nichtastronomen eine echte Herausforderung.

 

Beginn einer Sauerland-Tour
Drin! Daniel und ich haben unseren Krempel für eine Sauerland-Tour verstaut

Da es also nach Süden hin von Oer-Erkenschwick aus nix zu beobachten gibt, fuhr ich meistens zur Sternwarte nach Ennepetal. Inzwischen habe ich einen noch besseren Beobachtungsplatz hinter Breckerfeld. Bei gutem Wetter gehts auch gerne noch ein wenig weiter, und wenn´s richtig optimal passt bis weit ins Sauerland. Allerdings: Ich bin absolut nicht der Typ, der alleine `rausfährt. Das ist mir einfach zu trocken. Nur auf´m Balkon, da geht das.
 


André (r.) lockte mich zum AVR

Ende 2002 fand ich dann Anschluß an den Arbeitskreis Volkssternwarte Recklinghausen, kurz AVR. In der Gruppe von aktiven Beobachtern fühle ich mich wohl. So mancher Gast hat unseren “bunten Haufen” schon im Feld erlebt, mal auf unserem Stammplatz nahe Dülmen und mal auch weiter weg. Unsere AVR-Offroading-Touren belächeln wir gerne, wenn wir uns an jedem Donnerstag zum Monatsende beim Recklinghäuser Astrostammtisch in ‘Sally’s Corner’ treffen.
Wenn der AVR sich zusammenrottet, dann kann es einen an die unmöglichsten Ecken verschlagen. Schlagwort ist zum Beispiel das AVR-Offroading I, aber auch das AVR-Offroading II hatte im Nachhinein seinen Reiz. Meist aber sind wir friedlich an unserem Stammplatz in der Nähe von Merfeld zu finden.


Der AVR-Stammplatz ist meist ziemlich feucht, so daß mit kompletter Winterausrüstung und auch mit Fangspiegelheizung
angerückt werden muß.

Im Jahre 2005 begann für uns mit dem Verlust unseres angestammten Beobachtungsplatzes eine Odyssee, bis wir endlich wieder heimisch werden konnten. Seit 2006 können wir übrigens auf Teleskoptreffen auch “Flagge zeigen”.


Nach einem beherzten Griff zum Bügeleisen hatten wir endlich eine stolze Fahne...


...die zum ersten mal bei unserer Exkursion in die Schweiz offiziell geschwenkt wurde.

Bis hierhin erstmal...
 

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